Coaching – auch für Yogalehrer/innen!

Wer mich kennt, der / die weiss, dass ich schon einige Coaching Ausbildungen und Weiterbildungen absolviert habe. Weil mich die Arbeit mit Menschen einfach unglaublich fasziniert und bereichert – und ich überzeugt bin, wir haben noch viel Potenzial, besser miteinander umzugehen. Das heisst nicht unbedingt, dass wir „netter“ werden sollen.

 

Nein. Ich meine, dass wir

  • Unsere Bedürfnisse besser kennenlernen
  • Unsere Muster / Trauma kennen und aufarbeiten können
  • Damit wir uns klarer erkennen
  • Und somit in jedem Moment klarer kommunizieren können
  • Ohne Erwartungshaltung an den anderen

So bleiben wir mehr in unserer Mitte, bleiben authentisch und klar.

Wozu braucht man einen Coach?

Yogalehrer und Yogalehrerinnen kennen sich zwar (vertieft) mit Yoga und Meditation aus – doch ich finde, diese beiden traditionellen "Methoden“ können mit der modernen Psychologie (Erkenntnisse wie auch Techniken) gut ergänzt werden. Ich finde, manchmal müssen sie sogar ergänzt werden, damit wir uns selber oder das Gegenüber stabilisieren können. Klar lässt sich Schmerz einfach aussitzen – doch manchmal sind wir schneller/effizienter/besser, wenn wir noch eine Alternative bieten können. Aber das ist meine persönliche Meinung.

 

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Mancher Schmerz, manches Leid, mancher Druck lässt sich einfach nicht wegatmen oder wegmeditieren. Ungesunde, toxische Verhaltensmuster lassen sich manchmal nicht durch einen Vipassana Retreat wegsitzen. Traumata lassen sich oft nicht einfach wegdenken.

 

Ich bin der Meinung, wir Yogalehrer/innen und Meditationslehrer/innen dürfen empathischer werden für den Schmerz der Menschen um uns herum. Nicht mit-leiden, aber mal empathisch zuhören, ohne gleich helfen zu wollen, Ratschläge zu geben oder Meditation als Allerheilmittel zu "verschreiben".

 

Dürfen die modernen Hilfsmittel (Therapie/Coaching) selber auch in Anspruch nehmen, um unsere ungeheilten Themen anzuschauen und zu transformieren. Raus aus unserer Bubble, rein in das Leben der anderen – offen, ohne Ratschläge, einfach echt teilnehmen.

Empathie, keine Ratschläge

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Dein Gegenüber braucht manchmal einfach deine Präsenz,

  • ohne dass du urteilst
  • ohne Ratschläge
  •  ohne Besserwisserei
  •  ohne Yoga-Verbesserungs-Vorschläge

Einfach daneben sitzen. Empathisch wahrnehmen. Zuhören. Klappe halten. Umarmen.

 

Denn ganz ehrlich: Hast DU keine Themen mehr? Nur weil du Yoga oder Meditation praktizierst?

 

Ist jeder ein Coach?

Naja, wäre schön, wenn sich jeder Coach nennen könnte, nicht wahr? Rechtlich gesehen, darf das auch jeder… Doch ein Coach zu sein, bedeutet mehr als einfach zu wissen wie man meditiert. Sondern Coach zu sein bedeutet wirklich mehr. Zum Beispiel

  • aktives Zuhören (ECHT eine Herausforderung!)
  • offen und ohne zu urteilen das Gegenüber wahrnehmen
  • keine Lösungen vorschlagen, keine Ratschläge geben
  • nichts vom Gesagten interpretieren
  • das Gesagte spiegeln können

 

Das mag jetzt ganz einfach tönen, ist es aber nicht. Wie schnell

  • haben wir bereits eine Antwort im Kopf bereit, obwohl das Gegenüber noch gar nicht ausgeredet hat
  • haben wir einen Ratschlag bereit
  • haben wir ein „Ja, aber“, „das sehe ich auch so“, „da hast du vollkommen recht“ im Kopf bereit – und das ist bereits eine Wertung!
  •  Hören wir nicht aktiv zu sondern interpretieren das, was gesagt wurde
  •  Kramen wir in unserem Kopf ob wir dasselbe auch mal erfahren haben und somit einen Ratschlag geben können
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Aktives Zuhören bedeutet:

  • Keine Interpretation
  • Keine Wertung
  • Alles so wahrnehmen, wie es gesagt wurde – kein Ausschmücken, kein Weglassen

Durch das Wiedergeben (Spiegeln) merken wir dann, ob wir etwas falsch verstanden haben. Und das ist oft sehr viel!

Diese Übungen „aktives Zuhören“ und „Spiegeln“ ist die Basis der Yoga Weiterbildung „Coaching im Yoga Unterricht“. Und meist ist den Yogis und Yoginis theoretisch klar, was ich meine.

 

In der Übung selber sind sie dann erschüttert, wie sehr sie

  • Interpretieren
  • Nicht zuhören / Gesagtes „vergessen“ - und das bei nur 3 Sätzen!
  • Bereits Bilder im Kopf kreiert haben obwohl das Gegenüber noch redet
  • Emotional mitschwingen – obwohl sie nicht werten sollten.

Ich bin überzeugt, dass diese Grundlagen für alle hilfreich sind, ob man nun Yoga / Meditation unterrichtet oder nicht. Denn diese Grundlagen helfen, uns besser zuzuhören – um dann besser miteinander reden zu können.