Leidenschaft. Flow

Das Leben läuft rund, alles hat sich „eingependelt“, das Zusammensein ein harmonischer Tanz. Perfekt – oder etwa nicht? Nein. Denn wenn alles so kuschelig, so harmonisch und alle lieb zu dir sind, dann wirst du bequem. Dann bist du nicht mehr wirklich gefordert -und wächst nicht über dich hinaus. Was mit Stillstand gleichzusetzen ist. Ein bequemer Stillstand, aber halt trotzdem Stillstand.

 

Der Garant für Weiterentwicklung ist nicht die blosse Veränderung. Denn eine Veränderung herbeizuführen, ohne die eigene Persönlichkeit und seine Bedürfnisse, Wünsche und Ziele hinterfragt zu haben, ist ein erneuter unbefriedigender Wechsel. Vielleicht erreicht man auch bei der neuen Stelle das Niveau der Zufriedenheit, wo alles „rund“ läuft. Erneut hat sich der bequeme Stillstand breitgemacht.

 

Meiner Meinung nach kann der Stillstand nur mit Leidenschaft behoben werden. Mit einem brennenden Herzen versuche ich eine Sache richtig zu verstehen. Nur mit Hingabe bin ich bereit, mehr zu geben. Nur wenn ich gefordert werde (ohne dabei in die Panikzone zu kommen) und dabei eine spielerische Leidenschaft für die Sache fühle, erreiche in den Zustand des Flows. Ein Zustand der vollkommenen Konzentration, gepaart mit der Leichtigkeit beim „Spielen“. Ein Glücksgefühl hinterlassend. Nur mit Leidenschaft erschaffe ich die gewünschte/notwendige Veränderung.

 

Hingabe (im Yoga)

Dieser Flow, diese Hingabe wird in Patanjalis Yoga Sutren erwähnt. Im achtfachen Pfad werden folgende Qualitäten erwähnt:

  • Tapas (in den Yamas)
  • Ishvarapranidhana (in den Niyamas)
  • Abhyasa (Vers 1.12-16)

die alle in die Richtung dieser Hingabe gehen. Es meint nicht das Niederwerfen-MÜSSEN, sondern diese Hingabe für etwas. Im Yoga natürlich die Hingabe zum Yoga. Wobei der Yoga bei Patanjali nicht die Asana Praxis gemeint ist, sondern der Weg zur Harmonie: Yogas citta vritti nirodaha. Yoga ist jener Zustand, in dem die geistigen, emotionalen und seelischen Bewegungen zur Ruhe kommen.

 

Diese innere Überzeugung, dieses innere Feuer (= Hingabe) bringt dich dazu, trotz all der Widerstände im Alltag dich immer wieder mit dir selber, mit deiner Umwelt und deiner Praxis auseinanderzusetzen.

 

Du veränderst dich. Deine Praxis verändert sich. Deine Erkenntnisse wachsen und verändern sich. Deine theoretischen Konstrukte sind heute anders als sie in 10 Jahren sind. Und das ist völlig in Ordnung so. Das nennt man Transformation. Das nennt man Leben. Schau die Welt wieder mit Kinderaugen an und kritisiere dich nicht dafür, dass du dich "geirrt" hast und nun eine andere Meinung hast. Geniesse den Prozess. Geniesse das Leben.

 

In diesem Sinne: Lebe und arbeite mit brennendem Herzen und der Freude eines Kindes beim Spielen.

 

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Wofür brennt dein Herz?

Wenn du mehr über den achtfachen Pfad erfahren willst, lies mal diesen Artikel: Verständnis - Yoga - Toleranz

 

 

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